Wieviel Freiheit steckt in unserer Individualität?

Was heißt für uns Individualität? Es bedeutet die Freiheit zu haben uns nach unserem Empfinden entwickeln zu können und das völlig ohne Druck!

Nun beginnt die Freiheit ins stocken zu geraten, wenn man auf dieser Erde geboren wird. Jeder hat durch seine alleinige Geburt schon gute oder weniger gute Startchancen. Völlig oberflächlich und grob könnte man sagen, jemand der in Deutschland auf die Welt kommt und jemand der im Kongo das Licht der Welt erblickt haben nicht die selben Grundvorraussetzungen! Es geht in so viele Facetten, Herkunftsland, Muttersprache, Bildungsniveau der Familie aber auch die Hautfarbe oder sogar das Geschlecht.

Bevor wir also das erste Mal völlig individuell in die Hosen scheißen, wurden wir bereits individualisiert! Mein Fokus soll aber nicht auf die ganze Welt gerichtet sein, sondern der Einfachheit halber auf unser kleines, feines Deutschland. Auch hier starten nicht alle bei null! Nein auch hier ist man vor der Geburt bereits individualisiert!

Danke für die schöne Illustration!

Aber auch das ist nicht mein Fokus! Mein Fokus geht auf die Zeit in der man zum ersten Mal meint, eine Meinung zu haben! Genau, es ist die Zeit in der die Pickel nur so spriesen, die Zahnspangen getragen werden und man alles dafür tut sich zu profilieren.

Und genau dieses profilieren ist das Problem. Die vermeintliche Freiheit sich in jede Richtung entwickeln zu dürfen ist ein Zwang! Ein Familienzwang, Gruppenzwang oder Sozialzwang! Die Gesellschaft verlangt von uns sich zu individualisieren! Sobald jemand etwas nicht so interessantes tut, macht oder zu erzählen hat ist er langweilig. Er ist also der Langweiler – zack individualisiert!

Kern unseres Problems ist also, dass die Gesellschaft die Individualisierung übernimmt und jeder der nicht mitmacht auch klassifiziert, in Schubladen gesteckt und somit individualisiert wird! Warum sonst gibt es die Begriffe Querdenker, Regelbrecher, Revoluzzer oder Außenseiter?

Eh man sich versieht, kommt man also in ein Alter in dem man Farbe bekennen muss. Wenn man sich aber nicht bereit dafür fühlt oder aber sich diesem System nicht beugen will, wird man zwangs-individualisiert…Eine harte Schule also!

Umso wichtiger ist es also in meinen Augen, den Jugendlichen schon früh eine Chance zu geben etwas zu sein. Der Fußballer, die Malerin, der Techniker. Es regt die Kids an sich mit ihrem Wesen zu beschäftigen, ihre Talente zu erahnen und auszubauen! Es lassen sich soziale Lücken schließen und das Individuum fördern.  Mit einer bewusst gewählten Identität steigt auch das Pflichtgefühl seine eigene Identität zu untermauern und zu bestätigen.

Das Problem der Unfreiheit der Individualität ist nach wie vor nicht gelöst, aber ich glaube so kann man sich wenigstens bewusster individualiseren und der Zwang wird positiver genutzt.

Christian

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