Na, kennst du dein Passwort noch?

Die Bewerbungs-Mailadresse, die Freundes-Mailadresse, der Zugang zum Arbeitsrechner, die EC-Karte, die Kreditkarte, der Facebook-Account, der StudiVZ-Account, der Zugang zum Fußballforum, der Zugang zur Comunio-Liga, der Zugang zu den Fotos des letzten Abends, der Zugang zum DM-Fotolabor……

Ich kann diese Liste bis zum erbrechen fortführen! Für jeden Scheiß wird mittlerweile ein Passwort verlangt, oft noch mit Nickname oder mit Mailadresse. Für jeden Scheiß! Das schlimme daran ist, dass selbst die Fotoscouts für Agenturen arbeiten die oftmals einen Benutzeraccount verlangen, damit man sein eigenes Bild in weniger pixelig sehen darf. Diese rühmen sich dann mit stetig wachsenden Mitgliederzahlen und verschweigen dabei die Inaktivität von vermutlich 90 % der Mitglieder.

Es kotzt mich langsam wirklich an, genau deshalb habe ich mittlerweile eine Mailadresse die einzig für diese schrottigen Internetseiten existiert. Allmählich habe ich Schwierigkeiten mir alle Zugänge zu merken und bevor ich mich anmelde, lass ich mir immer vorher mein neues Passwort an diese Mailadresse schicken, damit ich mich einloggen kann. Sollte ich noch kein Account haben, registriere ich mich “eben”, was wieder 10 Minuten kostet. Am Ende heiße ich dann Peter Peterson, wohne in der Peterstraße 1 in Petershausen. Sicherheitsfrage: Ja, nein oder ja? Antwort: Jaein!

Obendrein finde ich es lächerlich, dass es tatsächlich Communities gibt die durch solche Methoden versuchen User zu generieren und zum anderen sich ernsthaft mit Facebook messen wollen.

Doch gibt es tatsächlich auch andere Accounts, so sehe ich mein Ebay- oder Amazon-Account als wichtiger an, ebenso wie meine Kontozugangsdaten. Aber es ist wirklich schwer sich alles zu merken und man soll es sich ja auch nicht notieren (???),  und ein Passwort soll man ja niemals zwei Mal verwenden. Mein Rat an euch also: Legt euch eine Schrottmailadresse zu, für Social Communities, Partyfotos, Online-Bestellungen usw. So wickelt ihr alles darüber ab und bekommt nicht die zigfachen Infomails der Dienste die ihr nutzt an eure wichtige Mailadresse. Die wichtigsten Accountdaten notiert ihr euch, legt sie irgendwo in die hinterste Ecke und vergesst die restlichen Schrott-Accounts…

Oder ihr boykottiert diese Seiten und legt euch kein Account mehr zu, sodass sie endlich begreifen, dass diese Anmelderei nervt und dann doch nur einmalig bleibt.

Christian

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3 Responses to Na, kennst du dein Passwort noch?

  1. Maren says:

    Das ist doch ganz einfach.
    Man verfasst für jede Plattform ein eigenes Passwort.
    Und merken kann man sich es ganz einfach – man denkt sich einen Satz, nimmt davon den Anfangsbuchtstaben jedes Wortes, und baut noch ein Seiten-Kürzel und eine Zahl ein.
    Beispiel:
    “Ich besuche jeden Tag tookalook 24 7 “(= 24Std an 7 Tagen)
    –>> ibjttal247

    Wahnsinn, oder?

    Achja, eine Spam-Mailadresse habe ich auch ;-) Sollte man auch.
    Und im Googlemail-Konto laufen alle Mails von allen Adressen zusammen. Tada!

    VG
    Maren

  2. Christian says:

    WOW Maren ich bin begeistert :D
    Aber bei “Ich besuche jeden Tag…” “Ich mag diese Seite total gerne…” kommt man doch irgendwann durcheinander oder?
    Trotzdem sehr interessant, was für Gedanken du dir dabei machst ;)

    • Maren says:

      du kannst ja immer den gleichen Satz nehmen (ich liebe schokolade mit keks = ilsmk), aber am ende einfach das kürzel der entsprechenden website dransetzen. z.B. facebook = ilsmkfb. und eine nummer dran. fertig!

      LG
      Maren

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