Nora goes Canada V – Shut Up I Am Dreaming.

Was geschah?
Es ist kalt geworden in Montréal. Die Heizung funktioniert nicht. Alle Versuche, das zu ändern habe ich letztendlich aufgegeben, nachdem ich erfuhr, dass sie erst ab 3° Außentemperatur anspringt. Also: Durchhalten. Weiter bestätigen sich alle Klischees, was den Herbst in Canada angeht. Die Natur hier hat sich gefühlt über Nacht verändert; Wind, Stürme und Bäume wie auf Postkarten.

Die beste Zeit für einen Trip „to the countryside“, der auch schon geplant ist. Passend dazu: Thanksgiving. Wir hatten einen Tag frei und die Nachbarin brachte uns selbstgemachten Pumpkin-Pie. Das war dann unsere Version eines traditionellen Thanksgiving-Dinners.

Auch die ersten Exams sind mittlerweile geschrieben; schwieriger als gedacht, jedoch machbar. Jetzt: Wieder Luft schnappen von Uni und lernen.

Es zog uns mal wieder ins Gay-Village. Dort verbrachten wir einen Abend in einem Drag-Club, inklusive Show, Musik und Cabaret. Eine Freundin aus Brasilien, selbst befreundet mit der Hauptattraktion des Abends, brachte uns da rein; auf Umwegen, für weniger Geld. Tanz, Gesang, Kostüme..eine Art Comedy Show en Français: Skurril aber auf jeden Fall empfehlenswert.

Und noch etwas wurde entdeckt. LeNational / LaTulipe, eine Kooperation aus kleinen Theatern, Bars, Clubs, in denen regelmäßig Konzerte und Parties stattfinden. Wir sahen dort Battles live, experimental Rock from New York City.
Wunderbar: Die Atmosphäre in dem kleinen Theater (Rue Ste Catherine) und die Musik, wie in Trance, bis man seinen Körper nicht mehr spürt.

Aber auch ohne viel Geld auszugeben, wurden die letzten zwei Wochen genutzt. So zum Beispiel Bandprobe bei Freund M., ursprünglich aus Ontario, schlägt sich mit verschiedenen Jobs in Montréal durch und probt wöchentlich mit Freunden in einer Art Fabrikhalle mitten in der Stadt. Weiter sind wir eingeladen in ein kleines Café auf der Rue Sherbrooke hier in unserem Viertel, eigentlich mehr eine Art Buch- und Kramladen, in dem der Mann, bei dem wir wohnen, seine Bilder und Skulpturen ausstellt, zu Fair-Trade-Coffee für 1,40 Dollar. Schöne Abwechslung zu den Preisen sonst hier.

Party- und festivalmäßig geht es wahrscheinlich an Halloween weiter, was hier  -natürlich- ziemlich groß gefeiert wird. Die Läden sind schon voll von allen vorstellbaren Deko-Artikeln. Leicht lässt sich das von außen beschmunzeln; ein Fest, das an Geschmacklosigkeit wohl nicht zu überbieten ist und hoffentlich schnell an uns vorüber geht. Bis die ersten Kinder bei uns klingeln…

À suivre.

Au revoir.

Nora

PS: Alle meine Berichte findet ihr unter folgendem Link: Nora goes Canada

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