Top Ten in Berlin: Der zweite Besuch

Seit ein paar Jahren lebe ich nun in Berlin. Als Hergezogener nehme ich Berlin natürlich ganz anders wahr und kenne somit einerseits die Ecken aus Sicht eines Touris und andererseits auch aus Sicht eines Bewohners. Viele fragen stets, was muss man in Berlin so gemacht haben. Diese Frage ist nicht so einfach, schließlich kommt es darauf an wie oft derjenige schon zu Besuch war und vor allem, was er bereits gemacht hat!

Ihr habt bei eurem ersten Besuch die wesentlichen Sehenswürdigkeiten Berlins abgeklappert und wollt so langsam das echte Berlin erkunden? (Falls ihr das schon kennt, geht’s zu Part 3) Dann findet ihr hier sehenswerte und interessante Sachen für den zweiten Berlin Besuch:

1. Streetart im Hackeschen Hof

Der Hackesche Markt ist ein Ort Berlins der von unzähligen Touris angesteurt wird, mir ist allerdings ein Rätsel weshalb. Vermutlich wegen ein, zwei netten Geschäften, Restaurants oder den Hackeschen Höfen. Nichts davon würde ich wirklich empfehlen, allerdings schlummert genau an dieser Stelle ein Kleinod für Street-Art-Fans. In der Rosenthaler Str. 39 befindet sich ein Eingang zu einer Gasse die vor lauter Street-Art aus allen Nähten platzt. Zustätzlich ist der Ort voller Geschichte, da hier Otto Weidt eine Blindenwerkstatt betrieb und zahlreiche Juden vor dem Holocaust bewahrte.

 

2. Gleisdreieck Park

Der Gleisdreieck Park ist ein weiterer großer Park in Berlin, von dem allerdings kaum jemand spricht. Er zieht sich vom Potsdamer Platz bis in den Norden Schönebergs und bietet einen schönen Industrie-Park-Charme. Wer schon mal im New Yorker High-Line war, fühlt sich an eben diesen erinnert. Zwar läuft man nicht auf einer alten Bahntrasse, vielmehr ist man umgeben von alten Industriebauten, U-Bahn-Brücken und viel saftigem Grün. Tatsächlich kann man hier gut abschalten aber genau so gut sich austoben auf den diversen Spielplätzen oder Trampolinen.

 

3. Köfte am Kottbusser Tor


Köfte isst man, wenn man nach all den Jahren mal genug hat von Döner. Köfte ist in der Regel weniger vollgeklatscht mit Soßen und bietet einen klareren Geschmack. Ähnlich dem Cevapcici sind es längliche Hackfleisch Scheiben die in Baguettes gelegt werden. Zusammen mit Tomaten und Salat werden sie serviert. Izmir Köftecisi wird von vielen als hervorragendes Lokal für Köfte gehandelt, so auch von mir. Ihr findet es direkt am Kottbusser Tor, ein Köfte im Brote (Ekmek Köfte) erhaltet ihr schon für 3,50 EUR.

 

4. Berlin Burger International

Burger sind die Passion vieler Berliner. An vorderster Stelle steht Berlin Burger International, der zweifellos beste Burger der Stadt. Der BBQ Burger war mit Fetakäse bestückt und eine wahre Offenbarung. Direkt danach kommt der Schiller Burger der ebenfalls in Neukölln liegt und mit sagenhaften Süßkartoffel-Fritten aufwartet, der Burger und die Soßen lassen sich auch sehen. Von der Lage und vom Setting her ist Burgermeister auch nicht schlecht. Man speißt umgeben von Autoverkehr und einer überirdischen U-Bahn an einer ehemaligen Herrentoilette und vergisst bei dem Geschmack den Trubel drumherum.

Es gibt diverse Burger-Restaurants die als die besten gehandelt werden in Berlin, darunter auch The Bird und das White Trash. Alle hier aufgezählten Burger-Läden sind gut, die drei die man hier auf den Bildern sieht, sind meiner Meinung nach jedoch die besten.

 

5. Badeschiff Berlin

Das Badeschiff liegt in der Spree und ist ein echtes Großstadt-Erzeugnis. Der Städter von heute geht gerne in einem Container baden, der in den Stadtfluß eingelassen wurde. Rundherum befindet sich aufgeschütteter Sand und lädt ein zum verweilen. Regelmäßig finden hier auch Open Airs statt. Packt euren Studentenausweis ein, so zahlt ihr nur 3 EUR Eintritt, statt den regulären 5.

 

6. Bikini Berlin

Das Bikini Berlin wurde 2014 nach längerer Renovierung neu eröffnet. Dieser Bau hat schon vor gut 60 Jahren West-Berlin neue Impulse gegeben und wird es nun sicherlich wieder tun. Ohne mich viel damit auseinander gesetzt zu haben ahnte ich, dass eine weitere Arcaden-Shopping-Mall in Berlin landen wird. Allerdings musste ich nach einem ersten Besuch meine Vorurteile restlos ablegen. Das Bikini Berlin zeigt sich von einer sehr kunstvollen und architektonisch interessanten Seite. Zusätzlich erwarten einen hier ausgewählte Designer-Shops. Shoppen mag hier was teurer sein, macht hier aber deutlich mehr Spaß weil die angebotenen Produkte in der Regel keine 0815-Massenware sind. Wer einfach nur die Atmosphäre genießen will, kann sich in eines der Cafes setzen und den Ausblick auf/in den Berliner Zoo genießen.

 

7. Mauerpark Flohmarkt

Die Stadt kommt selbst Sonntags nicht zur Ruhe. Sonntag findet man endlich Zeit das Wetter zu genießen, auf Flohmärkten zu bummeln und Freunde zu treffen. Einer der beliebtesten Orte der alle drei Sachen verbindet ist der Mauerpark. Jeden Sonntag ist hier Flohmarkt, Händler und private Leute verkaufen ihre Sachen zu fairen Preisen. Direkt nebenan spielen die Jungs Basketball und dahinter ist das Amphitheater immer voll mit Leuten die Künstlern zuschauen oder verrückten Leuten beim Karaoke lauschen. Die Zeit bleibt stehen an diesen Tagen und man genießt das Großstadtflair.

 

8. Bateau Ivre/Luzia

Berlin hat tausende Bars, und davon sind unzählige garantiert sehens- und gehenswert! Zwei Bars in denen ich allerdings oft und gerne lande sind das Bateau Ivre und das Cafe Luzia in der Oranienstraße in Kreuzberg. In beiden Bars kann man schon Mittags Kaffee trinken und das vorbeiziehende Volk beobachten. Beide Bars haben den typischen Berliner Bar-Stil, leicht heruntergekommen aber trotzdem einladend. Während das Bateu Ivre eher auf schönes, altes Holz achtet, sitzt man im Luzia auf urigen Sesseln an alten Flohmarkt-Tischen.

 

9. Cafe Bistro 1900

Das Cafe Bistro 1900 habe ich bereits vor einiger Zeit vorgestellt und ist nach wie vor eines meiner Lieblinge. Die Atmosphäre ist nach wie vor sehr einladend und gemütlich. Es wirkt, als hätte die Großmutter zu sich eingeladen. Unzählige Male war ich hier nun frühstücken und war immer wieder sehr zufrieden mit dem Service und Essen. Zu zweit kommt man hier mit 20 EUR in der Regel kugelrund und sattgefuttert aus dem Lokal und kann in den Tag starten. Es lohnt allerdings vorab einen Tisch zu reservieren, da es an Wochenenden gelegentlich sehr viele Leute hierher treibt.

 

10. Monkey Bar

Wer sich nicht zum Snobby-Volk zählt und die Fuffis seines Pappis verbrät landet zum feiern oder trinken selten in Charlottenburg. Die Monkey Bar ist allerdings ein guter Grund mal eine Ausnahme zu machen und den Abend in Charlottenburg zu beginnen. Sie ist seit Anfang 2014 geöffnet, bietet einen tollen Blick über Berlin und hat eine schöne Atmosphäre. Das Volk kann schon manchmal was hochnäsiger sein, wird aber oft genug von jungen, bodenständigen Leuten durchmischt. Die Musik ist launchig bis tanzbar und die Spirituosen-Auswahl lässt wenig Wünsche offen. Die Preise sind dabei normal, ein besonderer Gin mit gutem Tonic, kostet 10-13 EUR. Wer rechtzeitig kommt erspart sich das Warten am Eingang und kann einen der Plätze mit Ausblick auf den Berliner Zoo ergattern.

Viel Spaß beim Stadt erkunden!

Christian

Hier geht’s zu den anderen Teilen Berlins:
Top Ten in Berlin: Der erste Besuch
Top Ten in Berlin: Der zweite Besuch
Top Ten in Berlin: Der dritte Besuch

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