Tag 9/10: Per Anhalter nach Budapest

Wir haben beschlossen die letzte Etappe nach Siofok mit dem Zug zu bestreiten, da trampen in Ungarn eher schwierig ist und wir ein bisschen genervt sind vom trampen. Zudem kostet ein Ticket auch nur 1000 Forint, also nicht mal 4 Euro, für eineinhalb Stunden Fahrt. Wir sind also schön früh aufgestanden um rechtzeitig am Bahnhof zu sein, es hieß man muss dort mitunter eine Stunde warten um an den Schalter zu gelangen. Als wir ankommen ist absolut nichts los.

Wir kaufen unser Ticket nach Siofok und für unsere Heimfahrt nach Berlin. Wir setzen uns an die Gleise und warten. Nach einer ganzen Stunde stellen wir fest, dass wir am falschen Bahnhof sitzen. Budapest hat drei große Bahnhöfe und ich hab’s schlichtweg verpeilt wo wir abfahren müssen.

Alles kein Problem, also schnell mal ‘ne Runde schwarz gefahren zum anderen Bahnhof. Um 11:11 Uhr ging dann der nächste Zug von Nyugati nach Siofok. Ankunft: 12:56

Der Beweis, dass wir unser Ziel erreicht haben: Einmal baden im Balaton.

Unser Fotograf meinte es gut mit uns und hat jeden Strandabschnitt mit uns abfotografiert.

Wir beide mit seinem leicht genervten Kollegen und seiner neuesten Jolle.

Beinahe jeder Strandabschnitt ist abgesperrt, kostet Eintritt oder dicke Hoteleingänge versperren den Durchgang. Wir liegen an dem einzigen kostenlosen, auch recht harten Strandabschnitt.

An diesem verkackten kleinen Strandabschnitt laufen permanent drei Eis- und Snackverkäufer entlang, die alle zwei Minuten den selben Scheiß heraus rufen: "Eh schuh Kokoricho, Mais Bitte, eh kukulacho!" Die Versuchung ist groß mit der vollen Bierdose nach ihnen zu werfen, wir fürchten uns aber vor entgegen fliegenden hartgefrorenem Eis und Erdnuss-Dosen.

Siofok von seiner charmanten Seite: Hier können die Kinder noch mit großen Steinen, Schmoodder und Algen spielen.

Attraktive Nachrichtensprecher vor Ort in Siofok. Das Hemd erzeugt nur bei wenigen Menschen Augenkrebs, die meisten finden es einfach nur atemberaubend schön.

Vorab haben wir schon die Lage der Hotels gecheckt und finden uns binnen Sekunden zurecht. Das erste Hotel ist teurer als im Internet und das zweite Hotel will für zwei Nächte 60 € insgesamt. Zum Glück sind wir heute angekommen, denn in drei Tagen schließt das Hotel bereits. Ab aufs Hotelzimmer, schnell eingekauft für die nächsten Tage, Badehose an und ab zum Balaton. Unserem offiziellen Reiseziel!

Endlich können wir im Balaton baden!

Die Sonne tut richtig gut, wir chillen uns an den Strand. Lesen, quatschen und versuchen unser Fleisch-T-Shirt loszubekommen. Die ganze “Stadt” ist wie leer gefegt, die Bars und Restaurants klappen die Bordsteine hoch. Es ist Ende der Saison und die Siofokianer freuen sich auf eine tourifreie Zeit.

Wir sind ganz froh, dass hier kaum was los ist. Zum einen hilft es somit zu entspannen und zum anderen hätten wir wenig Lust auf das proletisch-pöbelnde Partyvolk aus Deutschland gehabt.

Abends geben wir uns noch was Kultur und gönnen uns Langos, lecker die Dinger. Danach gibt es schönes Hartz IV TV, denn wir empfangen RTL! Juchey.

Am folgenden Tag ist unsere Abreise, wie die Penner sitzen wir mit Sack&Pack am Strand und fangen die letzten Sonnenstrahlen ein. Ab 17 Uhr geht’s zurück nach Budapest und von dort aus mit dem Zug nach Berlin. Um 10 Uhr kommen wir dann nach 17 Stunden Fahrt endlich in Berlin an.

Ende. Danke.

Christian

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