Tag 7: Per Anhalter nach Budapest

Unser Raum ist echt cool aber durch die Hitze total stickig, also habe ich uns bei der netten Rezeptionistin einen Ventilator organisiert. Morgens sind wir dann zum Spar gelaufen, der recht weit entfernt ist, aber die Chance nutzten wir um die Stadt ein wenig zu erkunden. Zufällig laufen wir an dem Szimpla Pub vorbei, ohne es zu wissen. Innen drin ist ein großer Markt mit vielen Ständen und Produkten aus dem Umland. Honig, Fleisch, Käse, Obst alles mögliche findet man hier. Natürlich probieren wir von allem etwas und nehmen gleich noch etwas mit für’s Frühstück.

Angeblich der beste Weg seinen Rausch auszuschlafen.

Auf dem Weg zum Supermarkt finden wir diesen Hinterhof, in den wir natürlich direkt rein müssen.

Der Hinterhof ist angenehm gefüllt, überall gibt es Waren aus regionalem Anbau zu kaufen. Natürlich probieren wir an allen Ständen und kaufen auch für die kommenden Tage ein.

Moderne Kunst in der Fußgängerzone. Eine Protestaktion gegen die voranschreitende Versiegelung durch Straßen- und Städtebau. Vielleicht aber auch nur eine Baustelle.

Ich finde es toll, wenn Städte auch Blinden oder Sehbehinderten die Chance geben das vermeintlich Sichtbare zu erfühlen. Zu sehen und fühlen ist die Budapester Burg.

Agneska fand die Idee mit dem Foto nicht so toll.

Ein Mahnmal, direkt am Donauufer, zur Erinnerung an die Ermordung zahlreicher ungarischer Juden, die 1944/1945 am Ufer zusammengereiht und erschossen wurden .

Ein Obdachloser der es sich an der Treppe hinunter zur Donau gemütlich gemacht hat. Umdrehen könnte schmerzhaft enden.

Die Pose ist halt einfach cool.

Wir sind reich!

Anschließend aber wirklich zum Spar, der einfach mal in einer großen ehemaligen Lagerhalle liegt. Danach endlich gefrühstückt und los gegangen in die Innenstadt, viele schöne Gebäude und irgendwie mehr wie eine Großstadt als Prag oder Bratislava. Überall findet man kleine versteckte Gassen und Hinterhöfe die es zu erkunden gilt, weil immer wieder eine coole Bar oder ein süßes Cafe sich dahinter verstecken.
Parlament, Brücke, Kirche, Brücke, schöne Aussicht, Rückweg, Brücke, Hostel.
Uns fällt auf, dass diese Stadt verdammt windig ist, wenn man am Donauufer entlang läuft erhält man definitiv ein feines Sandpeeling, knirscht später auch noch schön zwischen den Zähnen!

Abends sind wir dann in Richtung Instant gefahren, ein ziemlich verrückter Club, der im Grunde wie das Tacheles in Berlin ausschaut, in dem an diesem Abend aber leider nichts los war. Das Dreher-Bier war jetzt auch nicht die Offenbarung, also nach zwei Stunden raus und in Richtung Szimpla Pub gelaufen, der ja schon tagsüber überzeugt hatte. Im Gegensatz zum Instant ist hier die Hölle los, jede Menge Menschen die einfach einen guten Abend haben wollen und ein Bier das himmlisch schmeckt! Szimpla Barna, das hauseigene Schwarzbier…

Wir bestellen unser Bier und setzen uns einfach an einen Tisch mit vielen anderen Gästen, binnen 5 Minuten sind wir im Gespräch.
Der Einstieg: Eine heftige Gras-Wolke die zu uns herüberweht. Unsere Sitznachbarn Vili und Miia sagen sie hätten sowas und so viel noch nie hier gerochen – wie fühlen uns einfach nur an Berlin erinnert.
Die beiden kommen aus Finnland und sind zum vierten Mal hier. Wir reden viel und genießen das Bier. Sehr nett die beiden, natürlich laden wir sie ein uns in Berlin zu besuchen, sie freuen sich und wollen bald vorbei kommen.

Auf dem Heimweg haben wir den ersten Zoff auf unserem Trip, am Morgen weiß jedoch keiner mehr wieso und weshalb, beide entschuldigen sich zur Sicherheit trotzdem und alles ist tutti.

Christian

Der Vortag der Abreise
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