Meine Tour durch Paris – Tag 4

Für diesen Tag sollte es in den Westen Paris gehen, mit der M6 kann man überirdisch über eine Brücke direkt am Eifelturm vorbeifahren. Nette Aussicht. Ausgestiegen an der Station Dupleix um zum Park des Eifelturms zu gehen. Selbst im sonnigen aber kalten März war hier die Hölle los – gar nicht auszumalen wie voll es dann erst im Sommer ist.

Anschließend ging es rüber zum Esplanade du Trocadero, keine Ahnung was das Gebäude kann, klar ist dass man von hier eine schöne Sicht auf den Eifelturm und die Stadt dahinter hat. Doof nur wenn man seine Festbrennweite dabei hat, so muss man das Bild dann eben aufteilen:

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Stilecht spielen ältere Herren Boccia im Park des Eifelturms.

Um große Sehenswürdigkeiten wie dem Eifelturm tummeln sich stets viele Souvenir-Händler. Diese verstecken ihr Ware in Luftschächten der Metro oder schleppen sie mit überdimensionalen Schlüsselanhängern mit sich rum. Sobald Polizeiautos erscheinen flitzen allesamt in verschiedenste Richtungen. Die Polizisten verfolgen dieses Spektakel leicht amüsiert, wenn sie gar nicht beabsichtigen die Jungs hochgehen zu lassen. Wollen sie dies tun kommen sie zu zehnt auf Fahrrädern daher.

Im Park des Eifelturms wird Fußball gespielt, Pony geritten und Kettcar gefahren - alles sehr familiär und einladend.

50 Meter entfernt vom Park finden sich wieder die ersten Obdachlosen. Völlig unverständlich liegen diese an einer starkbefahrenen Straßenkreuzung. Wenn man jedoch genauer hinschaut sieht man ein Gitter unter den Obdachlosen, dieses stößt nicht gerade angenehme, dafür aber warme Luft aus und wärmt in der kalten Jahreszeit.

Jardin du Luxemburg - laut Reiseführer der Park der Pariser. In der Tat fühlt man sich hier an einem Sonntag als Touri wie ein Exot. Es scheint als sei ganz Paris in diesem Park um sich die Zeit zu vertreiben, sehr sympathisch.

Ebenfalls im Jardin du Luxemburg, spielen die Jungs eine Runde Basketball. Ebenfalls sehr einladend die zahlreichen Stühle die im ganzen Park zum gemütlichen Entspannen einladen.

McFitti hat hier bereits seine eigene Keksmarke.

Nachdem der Eifelturm ausgiebig abgeknipst und 30 Souvenir-Händler abgewimmelt wurden, ging es durch den Stadtteil Montparnasse, das geographisch als auch inhaltlich wie das Berliner Charlottenburg gelegen ist. Hier wohnt man, aber sonst ist hier offenbar nichts los. Einzig der Montparnasse Turm kann neben dem Eifelturm eine einzigartige Sicht über die Stadt bieten. Da es die gute Aussicht aber beim Sacre Coeur völlig umsonst gibt, nicht weiter relevant.

Also schnell raus aus diesem langweiligen Eckchen, rüber zum Jardin du Luxemburg – in St.Germain gelegen und an Quartier Latin grenzend. Der Park ist wirklich schön und schön belebt. Ein toller Ort um das Lebensverständnis der Pariser besser kennen zu lernen. Das angrenzende Quartier Latin beherbergt die berühmte Sorbonne Universität und diese kleineren, sympathischen Gässchen die man sich so von dieser Stadt erhofft. Auf der Rue Mouffetard hat man viele Möglichkeiten essen zu gehen, angeblich soll es hier günstig sein. Da hier kaum asiatische Restaurants sind, ist günstig seeeehr relativ. Aber gut, ein Käse-Fondue mit Wein und Schoko-Fondue für 25 Euro geht dann doch noch klar. Leider wirkt die Ecke recht touristisch, sodass ich nur einen einzigen Insider-Tipp habe. Unser Host empfahl uns das Les Fete Galantes, leider war es geschlossen als ich dort war – allerdings sah es sehr einladend, gemütlich und einzigartig aus. Preislich ist es mit 15 € für ein Menu sogar wirklich günstig und garantiert kein Touriladen.

Morgen gibt’s mehr aus Paris!

Christian

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One Response to Meine Tour durch Paris – Tag 4

  1. Tj says:

    Klasse Fotografien dich mich stark an die Arbeiten von George Brassaï erinnern, der hat selber viel in Paris fotografiert (Serie: Paris by night)….hier ein paar links:
    http://www.masters-of-photography.com/B/brassai/brassai_backstage.html
    http://www.americansuburbx.com/series-2/b/brassai-paris-by-night
    Mein Favorit ist das Bild von den Jungens die im Jardin du Luxemburg Fussball spielen.
    P.S.: McVities ist eine sehr bekannte British Kecks Marke, wie Du sicherlich schon an der Werbung erkannt hast.

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