Istanbul 2014 – Part 3

Wir hatten das Glück zu einer Zeit in Istanbul zu sein, zu der der höchste islamische Feiertag bevorstand. Der Kurban Bayramı oder das Opferfest findet immer zu einer anderen Zeit statt, da es sich nach dem islamischen Kalender richtet. Dieses Jahr war es vom 4. bis 7. Oktober. Ganz Istanbul verwandelt sich in eine andere Stadt. Alle Menschen sind in Festtagslaune, noch freundlicher als sonst und erfreuen sich Essen und Süßigkeiten mit Mitmenschen zu teilen.

Ebenso ist es Brauch Schafe zu schlachten oder schlachten zu lassen. Dieser, für Großstädter recht ungewohnte, Anblick ist an diesen Tagen gang und gäbe.

Büyükada ist die größte Insel der Prinzeninseln im Marmarameer. Mit diversen Fähren kommt man vom Festland innerhalb von 90 Minuten  zu den Inseln. Auf Büyükada sind Autos nicht erlaubt bzw. kaum zu sehen. Entsprechend brettern unzählige dieser Kutschen durch die Straßen.

Büyükada zeigt sich von einer sehr charmanten Seite. In vielen Straßen sind diese Kolonialbauten zu sehen und überall ist saftiges Grün und Natur zu erspähen.

Hier sah man die ersten Vorbereitungen für das Opferfest. Auf einem regulären Marktplatz waren Vater und Söhne mit dem Ausnehmen des Schafes beschäftigt.

Im Inselinneren von Büyükada konnte man einen alten Fußballplatz entdecken, der mittlerweile das Spielfeld zweier Füchse war.

Der nächste Ausflug ging nach Eyüp, am Anfang des goldenen Horns. Bei der Schifffahrt passierte man die alte, teils verbrannte Galata-Brücke und unter anderem diese Station, auf der eine junge Frau, sehr verträumt dem Schiff hinterher sah.

Die Eyüp Sultan Moschee ist ein wichtiger Pilgerort für Muslime, die Frauen bereiteten sich vor für die Begehung der Moschee.

Vor der Eyüp Sultan Moschee waschten sich die Herren vor ihrem Gebet.

Nur hundert Meter entfernt war ein improvisierter Schafstall zu finden. Erst nach einigen Minuten begriff ich, dass diese Schafe nach und nach verkauft und anschließend geschlachtet wurden.

Dabei ging man nicht gerade zimperlich mit den Schafen um. Sobald sie verkauft waren, wurden sie an den Gliedmaßen zusammengebunden und dann mit Schubkarren in die Schlachterei gekarrt. Wie die Schafe lagen oder ob ihre Köpfe irgendwo gegen schlugen war weniger wichtig.

Der Chef des Schafstalls, mit manischem Blick kontrollierte er das Geschehen. Zu seinen Füßen die bewegungsunfähigen Schafe, die auf ihren Abtransport warteten.

Im Hinterhof der Schlachterei befanden sich diese Container. Erst nach dem man den beißenden Gestank wahr nahm wurde klar, dass es sich hierbei um große Mengen Innereien handeln musste. Für die Raben ein Fest, für den naheliegenden Markt und alle Besucher eine enorme Geruchsbelästigung.

Dies war der letzte Teil meiner Istanbul-Dokumentation.

Christian

Wenn ihr die anderen Teile noch sehen wollt klickt einfach hier:
Istanbul – Part 1
Istanbul – Part 2
Istanbul – Part 3

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